Familie: Baumwanzen ( Heteroptera ) - True bugs

Grüne Stinkwanze

Palomena prasina,  Green shield bug
Foto Grüne Stinkwanze

aufgenommen am: 19.5.2003 in Unterschleißheim/ Bayern, Feldrand /

Anfrage wegen Bildnummer: 766

Dieses Wanzenweibchen legt gerade mit Bedacht, seine Eier an der Unterseite eines Blattes ab.

Foto Grüne Stinkwanze

aufgenommen am: 19.6.2003 in Unterschleißheim/ Bayern, Feldrand /

Anfrage wegen Bildnummer: 767

Dabei läßt sie sich auch durch mich nicht stören.

Foto Grüne Stinkwanze

aufgenommen am: 10.8.2004 in Freising/ Bayern, Balkonkasten /

Anfrage wegen Bildnummer: 768

Ein Jahr später. Auf meinem Balkon, eines morgens - ich dachte erst es wären Läuse - doch durch die Makrolinse meiner Kamera konnte ich erkennen, dass ich diesen entzückenden Wanzen-Kindergarten in meinem Balkonkasten hatte.
Lauter kleine Wanzen und selbst ein Nesthäkchen war vorhanden
die kleine hellbraune Wanze). Vor mir stand eine aufregende Zeit der Beobachtung, wie sich diese winzigen Kerle entwickeln würden.
Ich war Wanzen-Mama geworden.

Foto Grüne Stinkwanze

aufgenommen am: 10.7.2004 in Freising/ Bayern, Balkonkasten /

Anfrage wegen Bildnummer: 769

Jeden Morgen war nun der erste Gang zur Beobachtung an meinen Balkonkasten.
Die mutigsten Wanzen machten sich alsbald schon zu ersten Erkundungstouren auf und innerhalb weniger Tage waren sie über die ganze Pflanze verteilt.

Foto Grüne Stinkwanze

aufgenommen am: 11.8.2004 in Freising/ Bayern, Balkonkasten /

Anfrage wegen Bildnummer: 770

Jeden Morgen zählte ich durch und jeden Morgen wurde es auch schwieriger, die winzigen Wanzen zwischen dem Grün und Braun der Pflanzen auszumachen.

Foto Grüne Stinkwanze

aufgenommen am: 19.8.2004 in Freising/ Bayern, Balkonkasten /

Anfrage wegen Bildnummer: 771

Ein Schreck in der Morgenstunde. WER WAR DER ÜBELTÄTER? Welcher meiner Vogelgäste hatte meine Gastfreundschaft mißbraucht, um sich an meinen Wanzen-Babies gütlich zu tun?
Ein Insektenfreund konnte mich beruhigen, die meisten Baumwanzen besitzen Stinkdrüsen und sind so für Vogel und Co. als Nahrung alles andere als attraktiv und ein Frosch dürfte es nicht in dieses Stockwerk geschafft haben.

Foto Grüne Stinkwanze

aufgenommen am: 25.8.2004 in Freising/ Bayern, Balkonkasten /

Anfrage wegen Bildnummer: 772

Nein, meine Wanzen waren putzmunter, sie hatten sich nur gehäutet.

Foto Grüne Stinkwanze

aufgenommen am: 25.8.2004 in Freising/ Bayern, Balkonkasten /

Anfrage wegen Bildnummer: 773

Zart und verletzlich warteten sie darauf, dass sich ihr Panzer härten würde.

Foto Grüne Stinkwanze

aufgenommen am: 25.8.2004 in Freising/ Bayern, Balkonkasten /

Anfrage wegen Bildnummer: 774

In diesem Stadium sah Ihr Panzer dann so aus.

Foto Grüne Stinkwanze

aufgenommen am: 23.8.2004 in Freising/ Bayern, Balkonkasten /

Anfrage wegen Bildnummer: 775

Auch Wanzenkinder kuscheln gerne. Dieses Bedürfnis nach der Nähe der Geschwister wird hormonell gesteuert.

Foto Grüne Stinkwanze

aufgenommen am: 23.8.2004 in Freising/ Bayern, Balkonkasten /

Anfrage wegen Bildnummer: 776

Bei Gefahr dagegen bewirken Alarm-Hormone, eine Auflösung der Gruppe und jede Wanze sucht sich rasch alleine ihr Versteck.

Foto Grüne Stinkwanze

aufgenommen am: 5.9.2004 in Freising/ Bayern, Balkonkasten /

Anfrage wegen Bildnummer: 777

Anfang September. Ein Sonnenbad in der Morgensonne. Mittlerweile waren meine Wanzen knapp einen Monat alt und hatten sich prächtig entwickelt. Sie standen vor der letzten Häutung.

Die Zeit des Abschieds war gekommen. Jeden Morgen fand ich bei meinen Inspizierungen weniger Wanzen-Zöglinge vor.
Nach und nach hatten sie von mir unbemerkt, das letzte Entwicklungsstadium durchlaufen und sich mit dem Erhalt ihrer Flugfähigkeit, in die Welt davon gemacht. Nun waren sie weg.
Ich war traurig, wie es eine Mutter gewöhnlich ist, wenn ihre Kleinen flügge werden.

Und dann entdeckte ich das Nesthäkchen. Es war mir als letztes geblieben.

Foto Grüne Stinkwanze

aufgenommen am: 18.9.2004 in Freising/ Bayern, Balkonkasten /

Anfrage wegen Bildnummer: 778

Doch ein paar Tage später war auch dieses bereit.
Ein letzter Blick in die Augen.

Foto Grüne Stinkwanze

aufgenommen am: 28.9.2004 in Freising/ Bayern, Balkonkasten /

Anfrage wegen Bildnummer: 779

Und zu einem prachtvollen Wanzenmännchen herangereift, machte es sich auf, um irgendwo auf den Wiesen oder Feldern der Umgebung ein schmuckes Wanzenweibchen zu finden und den Grundstein für die nächste Generation an Grünen Stinkwanzen zu legen.
Ich würde mich sehr freuen, wenn es wieder bei mir wäre.

Viel Glück meine kleinen Freunde!

Informationen zur Art "Grüne Stinkwanze":

Artnummer: 280

  • 10 - 14mm groß
  • Im mittlerern und südlichen Europa; Im südlichen Mitteleuropa nicht selten, im Mittelmeerraum häufig
  • Wiesen, Weg- und Waldränder und auch Gärten, auf Sträuchern , Bäumen und Doldengewächsen

Bekannt sind weltweit rund 6000, in Europa etwa 50 Arten dieser leuchtend grünen Wanzen. Ihre Farbintensität ist jedoch vom Untergrund und von ihrer Nahrung abhängig, und so sind die Wanzen im Herbst und Winter meist dunkler, bis hin zu braunfarben. Sie ernähren sich von Pflanzen- und Tiersäften. Bei Gefahr sondern sie eine stinkende, ätzende Flüssigkeit ab, die sehr unangenehm und haftend ist, und bei manchen Menschen sogar Allergien auslösen kann.

Sie durchlaufen 5 Larvenstadien während ihrer Entwicklung. Während dieser Zeit bleiben die Jungtiere zunächst oft noch in Geschwistergemeinschaften zusammen. Dies bewirkt ein Aggregationspheromon (Hormon). Droht Gefahr sorgt ein Alarmpheromon (Hormon) für die Auflösung der Gruppe.

Art eingestellt am: 04.04.2014

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